Aktuelles

Hinweise und Neuigkeiten zu aktuellen Themen auf einen Blick.

Wie reagieren Sie auf Gefahr?

Mein Buch

Hier finden Sie alle Informationen zu meinem Buch.

Hallo liebe Website-Besucher:innen!

Wie reagieren Sie auf Gefahr? Zum Beispiel auf eine Pandemiesituation? 
Aus einem traumatherapeutischen Blickwinkel passiert Folgendes: Alle Tiere, insbesondere Säugetiere🐒(zu denen wir übrigens auch gehören) reagieren auf eine ungewöhnliche Situation zunächst einmal mit einer Orientierungsreaktion: Kurz hinhören, hinschauen, und  einschätzen, ob die Lage bedrohlich ist. Ist sie es nicht, gehen wir unserer bisherigen Beschäftigung weiter nach (wir sind ja Gewohnheits-Tiere). Sind wir nicht ganz sicher, was passiert, dann hören wir auf, uns zu bewegen. Und hier kommen die 5 fs ins Spiel. Diese sind eine Kurzfassung der Reaktionen auf eine bedrohliche Reaktion mit Anfangsbuchstaben englischer Wörter: freeze, flight, fight und find friends.
Freeze ist das erste „f“. Wir hören auf, uns zu bewegen, können dadurch die Reize der Umgebung besser wahrnehmen und stellen gleichzeitig sicher, dass wir im Zweifelsfall nicht gesehen werden. Ist die Situation gefährlich oder gar lebensgefährlich, springt nun unsere innere Alarmanlage, die in Mittel- und Stammhirn koordiniert wird, an: Alles was wir jetzt wollen, ist Schutz und Überleben. Um dies zu erreichen, aktiviert unsere Gehirn evolutionär sehr alte und sehr bewährte Überlebensstrategien: Flucht (flight), Kampf (fight) und Verbündete finden (find friends). Im optimalen Fall können wir uns durch eine oder alle drei Strategien retten und alles ist wieder gut. 
Die beiden wichtigsten Gefühle, die mit unserer Reaktion auf bedrohliche Situationen einhergehen, sind Angst und Ärger. In der akuten Situation ist eher Angst vorherrschend, aber dann … allmählich … kommt immer mehr Ärger auf. Dies sind Gefühle, die völlig nachvollziehbar sind, auf inneren Stress hinweisen und unser Überleben sichern! Angst löst Rückzug, Vermeidung, Vorsicht und Ertragen aus, Ärger ist verbunden mit Aktion, Verteidigung, aktivem Schützen, Abgrenzen. So können wir beide Gefühle in einer Pandemie gut gebrauchen, da sie uns zu Überlebensstrategien verhelfen, die uns (ein Gefühl von) Kontrolle über das Geschehen ermöglichen.
Es gibt leider Schattenseiten dieser Gefühle und Überlebensstrategien: Angst kann zu massivem Rückzug und Einsamkeit führen, Ärger zu einem Aktionismus, Polarisieren, Missionieren und Ausgrenzen anderer, die als Sündenbock identifiziert werden. Wir verteidigen nämlich nicht nur Leib und Leben, sondern immer auch unsere Grundüberzeugungen. Dies sind früh geprägte und zur Identitätsentwicklung beitragende Überzeugungen, wie wir leben wollen, an was wir glauben, wo unser Platz ist, was wir zu einem guten Leben brauchen und was wir ablehnen. Und genau deshalb kann eine große äußere Gefahr wie eine Pandemie leider die Gesellschaft spalten, weil regelrecht Glaubenskriege entstehen. Und besonnene ruhige Stimmen zu wenig gehört werden.

Ich erinnere mich an Böll’s Worte: Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin… Ich möchte mich schützen, aber nicht in einen Krieg hineingezogen werden. Ich wünsche mir, dass das möglich ist.

In diesem Sinne herzlich willkommen auf meiner Website. 

Mein Name ist Dr. Sabine Ott,

Ich bin als Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin über die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (Raum Mainz-Bingen) niedergelassen. Meine Praxis befindet sich in Zornheim, einer Weinbaugemeinde in Rheinhessen, die 15 km südwestlich von Mainz liegt. Ich wohne und arbeite hier sehr gerne. Apropos Arbeit: Ich komme immer mehr weg von dem Begriff der „therapeutischen Arbeit“. Deshalb möchte ich die Begrifflichkeit „unsere nächste Gesprächssitzung“ ersetzen durch „unser nächstes Zusammensein“, „unsere nächste Begegnung“, „unser nächstes Treffen“.

PS: Dies ist ein älteres Foto von mir; ich glaube, die Fotografin hatte es geschickt bearbeitet, denn so wenige Fältchen hatte ich schon vor 5 Jahren nicht mehr :-). Meine Fotografin und ich haben beschlossen, mit dem Erstellen neuer Fotos von Praxis und mir zu warten. Die hohen COVID-Zahlen machen vorsichtig, und im Frühjahr ist auch schöneres Licht zum Fotografieren…
Was bleibt: Ich lächele gerne und freue mich, zu leben und in Zornheim als Psychotherapeutin zu arbeiten.

Meine fachlichen Schwerpunkte sind die Psychosomatik und Traumatherapie. Als psychotherapeutische Methoden nutze ich neben der Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie auch die Körperpsychotherapie.
Mit körperpsychotherapeutischen Methoden kann ich das Zusammensein mit psychosomatisch Erkrankten und insbesondere mit traumatisierten Menschen um einen wesentlichen Blickwinkel vertiefen und erweitern. Je mehr ich mich mit Traumafolgestörungen beschäftigt habe, umso wichtiger erachte ich es, die Beziehungsstörung von traumatisierten Menschen zu würdigen. Daraus leitet sich unmittelbar ab, dass ich mit meinen Patienten nicht „arbeite“, sondern dass in der therapeutischen Beziehung und im Zusammen-Sein neue gute Erfahrungen möglich werden. 


Fühlen Sie sich herzlich eingeladen, sich auf meiner Webseite umzuschauen! 

If you can't go outside, go inside.

Dr. med. Sabine Ott
Fachärztin für 
Psychotherapeutische Medizin

Nieder-Olmer-Str. 12
55270 Zornheim

06136 – 75 46 84 

Copyright © 2021   Dr.  med.  Sabine Ott 

Nach oben